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Timecode Platten

Timecode Platten

Durch die Entwicklung der digitalen Technologie zogen die MP3 Formate in die Welt der Deejays ein. Da jedoch viele DJs nicht auf die gewohnte Handhabung der Schallplatten beim Mixen verzichten wollten, kam die Industrie auf die Idee, die Vorteile beider Speicherverfahren zu kombinieren.

Digitale Konvergenz

Timecodeplatten werden dabei nicht mit herkömmlicher Musik beschrieben, sondern nur mit einem sinus-förmigen Zeitsignal. Sie werden wie gewohnt auf einem Schallplattenspieler abgespielt und das Signal wird anschließend durch ein spezielles Interface in Echtzeit dekodiert. Daraus wird die Position und Geschwindigkeit des Tonabnehmers auf der Schallplatte errechnet.
Je nach Abspielgeschwindigkeit und je nach der Handhabung durch den DJ (Scratching, Juggling oder das Anhalten an einer bestimmten Stelle) verändert sich die Eigenschaften des Signals. Das wird für die Ansteuerung der digitalen MP3 Formate genutzt. Spezielle Interfaces zur Analyse wie Final Scratch werten die analogen Signale der Timecode-Platten aus und steuern damit eine Playlist mit verschiedenen Stücken auf einem PC. Der entsprechende Teil einer ausgewählten Musikdatei wird über das Interface an den entsprechenden Eingang des Mischpultes geschickt. Dadurch kann ein DJ mit nur 2 Timecode Schallplatten und seiner digitalen Musiksammlung, die zum Beispiel auf einem Laptop gespeichert ist, Mixe erstellen ohne auf die gewohnte Arbeitsweise zu verzichten. Das bedeutet für einen viel reisenden Act eine enorme Ersparnis im Gewicht, denn eine volle Plattenkiste wiegt nicht selten über 15 Kilogramm.
„Moderne“ Medien wie CD, MiniDisk oder der PC werden immer mehr von DJs eingesetzt. Dazu gibt es Computerprogramme, die sich über Adapter und andere Systeme auch mit Plattenspielern benutzen lassen (siehe Digital Vinyl System). Traktor Scratch, Virtual DJ, Final Scratch oder Rane Serato Scratch sind wichtige Vertreter.

Final Scratch

Entwickelt wurde das Final Scratch System von der in Amsterdam niedergelassenen Firma N2it. Die Idee dazu wurde 1997 auf dem „Hacking in Progress“ Event in Holland geboren und der Entwicklungsleiter für das Project war ein gewisser Jaap Verbeek. Deejays, die neben Vinyl auch digitale Formate wie MP3s und CDs abspielen wollten, sind auf eine geeignete Ansteuerung angewiesen. Für den Umgang mit digitalen Daten gab es zum diesem Zeitpunkt bereits einige Lösungen, Final Scratch stellte aber den Zusammenhang zwischen alt und neu her. Das Herzstück ist neben der Software und den speziellen Final-Scratch Schallplatten die „Scratch-Amp“ Box. Diese Box stellt das Interface zwischen Timecode-Platten und PC dar. Befürworter dieses Systems argumentieren damit, eine größere Auswahl an Stücken mit auf DJ-Tour nehmen zu können und das sie schnell und unkompliziert eigene Tracks im Club testen können, ohne auf das aufwändige und vergleichsweise teure Dub-Plate Verfahren zurück greifen zu müssen.

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